Chronik

Im März des Jahres 1910 gründeten die Herren Philipp Jäger, Jakob Weis, Peter Reckert, Philipp Roth, Georg Dickenscheid, Peter Barth, Josef Klingler, Johann Mauer, Salli Wolf, Willi Müller, Heinrich Müller, Josef Wolf, und Rudolf Klingler einen Fußballverein in Ockenheim. Auf Vorschlag von Willi Müller gaben sie dem Verein den Namen “Fidelia”, d.h., “Getreu sind alle”. Dies sollte das Motto des FC Fidelia sein.
Der Anfang war schwer. Ohne eigenen Fußballplatz trug man das erste Spiel im Jahre 1911 in Gaulsheim aus und gewann bei einem Pokalspiel einen Siegerpokal. 1912 verfügte der Club über ein eigenes Sportgelände in der “Büdesheimer Klauer” (am heutigen asphaltierten Weg von der Büdesheimer Straße zum Rochusberg) und konnte sein erstes Spiel zu Hause austragen. Bis 1914 spielte der Verein noch achtmal: Bingen, Alzey, Grünstadt/Pfalz, Gensingen, Kreuznach, Kempten, Rüdesheim und Gaulsheim. Der erste Weltkrieg unterbrach jäh das aufkeimende Sportgeschehen, und es ruhte bis 1919.
Kurz nach dem Krieg lebte aber der FC Fidelia wieder auf. Durch die Übernahme der Festlichkeiten an Kirchweih konnte der Verein sich finanziell sanieren, und der Vorstand plante für 1920 ein 10-jähriges Stiftungsfest. Am 27. März 1920 fanden Pokalwettspiele mit elf Vereinen statt, und es blieb ein Reingewinn von RM 1 453,95. An Pfingsten wurde noch einmal das 10-jährige Bestehen gefeiert, unterstützt von der Kirchenmusik, die die Mannschaften zum Platz geleitete und dort ein Platzkonzert gab. Abends fand als Abschluß ein Ball im Gasthaus zur Krone statt. In diesem Jahr herrschte ein großer Spielbetrieb. Sämtliche Turniere der Umgebung wurden besucht, wobei verschiedene Preise und Pokale errungen wurden.
1921 meldete sich der Verein beim Süddeutschen Fußballverband in der Verbandsrunde an, und gleichzeitig wurde eine Leichtathletikabteilung gegründet. Wie schwierig sich die Verbandsrunde gestaltet hat, soll der nachfolgende Zeitungsartikel belegen.

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1922 stellte der Verein eine Schülermannschaft auf. Es folgten zwei Jahre, in denen der Club in voller Blüte stand. Es herrschte reger Spielbetrieb mit vielen Turnieren und Verbandsrunden, die mit großen Erfolgen verbunden waren.
Nur die Inflation brachte finanzielle Schwierigkeiten, wie folgendes zeigt:
Der fast traditionelle Pfingstball im Gasthaus zur Krone ergab einen Gewinn von M 350 000,- Der Vorstand beschloß, davon neuen Draht für die Tore zu kaufen. Der Draht wurde bei der Firma Roll in Bingen bestellt für M 300 000,- Durch eine Verzögerung seitens des Vorstandes konnte er aber erst zwei Wochen später abgeholt werden, wobei der Preis nun auf M 468 000,- stieg. Von dem Rechnungsbetrag wurden M 300 000,- angezahlt, und innerhalb acht Tagen sollte der Restbetrag von M 168000,- beglichen werden. Die Vereinskasse war leer, und das Geld fehlte in dieser Frist. Die Firma Roll setzte daraufhin den Gerichtsvollzieher in Bewegung, der aufgrund der steigenden Inflation jetzt schon einen Betrag von M 300000,- verlangte. Dem Vorstand blieb daraufhin nichts anderes übrig, als eine Sammlung in Ockenheim zu veranstalten. Es entstand ein Erlös von M 400 000,- womit die Angelegenheit bereinigt werden konnte.
Neben vielen Einsätzen der 1. Mannschaft und der Jugend fanden am 30. Juli 1922 sogenannte “Olympische Spiele” (Leichtathletikwettkämpfe) auf dem Sportplatz statt.
1925 geriet der Verein in eine tiefe Krise. Sowohl bei den Mitgliedern wie auch bei den aktiven Spielern war ein großer Niedergang zu verzeichnen. Zur Generalversammlung erschien der Vorstand alleine. Nachdem man noch ein paar Getreue gerufen hatte, beschloß die Versammlung, einen Sportplatz in der Nähe der Gemeinde zu suchen. Anfang des Jahres 1926 gelang dies, und der Vorstand pachtete auf dem Palmfleck einen Acker. Doch das Interesse sank weiter und weiter. Nur mit Mühe kam eine Mannschaft zustande. Ganze 35 Mitglieder, Spieler einbegriffen, zählte der Verein, und 1927 ruhte der Spielbetrieb ganz. In diesen drei Jahren war an die Ausrichtung des seitherigen Turniers an Pfingsten und an die Übernahme der Veranstaltungen an Kerb nicht zu denken. Zu dieser Zeit fand eine einzige Vorstandssitzung statt, und die Hauptsorge war, wie man die Pacht für den Sportplatz zusammenbringen würde. Ein Zuschuß des Südwestdeutschen Fußballverbandes von M 200,- half über die finanziellen Schwierigkeiten hinweg.
Zu Beginn des Jahres 1928 begann der Vorstand mit einer Mitgliederwerbung. Der Verein wurde von FC Fidelia Ockenheim in 1. SV Fidelia 1910 Ockenheim umbenannt. Nachdem zuvor ein Zusammenschluß mit dem Turnverein gescheitert war, stellte sich der Verein wieder auf eigene Füße. Eine Mannschaft wurde gemeldet. Zum großen Bedauern aber konnte der Pachtvertrag des Sportgeländes nicht verlängert werden, so daß die Spiele in Gau-Algesheim ausgetragen werden mußten.

Am 25jährigen Jubiläumsfest des MGV Einigkeit nahm der Verein teil und führte mit der neu gegründeten Fahrradabteilung einen Reigen auf.
Über die Jahre 1929 bis 1945 liegen keine schriftlichen Aufzeichnungen mehr vor. Aus mündlicher Überlieferung kann dies gesagt werden: Der Verein existierte noch bis zum Kriegsbeginn und trug auch Spiele aus. Der damals gegründete zweite Fußballverein DJK Ockenheim war eine große Konkurrenz zur Fidelia.
Einige Spieler wechselten auch nach Bingen. Der Beginn des 2. Weltkrieges und die Einberufung vieler Mitglieder beendete die Vereinstätigkeit.
Gleich nach dem 2. Weltkrieg, bereits im Frühjahr 1946, trafen sich Mitglieder des ehemaligen Vorstandes zusammen mit Mitgliedern des Turnvereins, der von der Besatzungsmacht verboten war, und riefen einen gemeinsamen Sportverein ins Leben. Dieser Zusammenschluß dauerte bis 1950, als auf Wunsch der Turner die Trennung vollzogen wurde.
Ohne Sportplatz in Ockenheim wurde eine 1. Mannschaft aufgestellt und diese nahm an den Spielen der Kreisklasse Bingen teil. Die Heimspiele trug man bis zur Pachtung des heutigen Geländes in Gau-Algesheim aus. Im Winter 1946 entstand eine Tischtennisabteilung, im Frühjahr 1947 eine Damenhandballmannschaft, die ihre Spiele im Kreis Bingen austrug, sich aber dann auflösen mußte, da die Verbandsrunde aufgelöst wurde. Die 1. Mannschaft erkämpfte sich in der Saison 1946/47 die Kreismeisterschaft und stieg durch Qualifikationsspiele in die Bezirksklasse Rheinhessen auf. In den beiden nächsten Saisons schaffte man jedesmal einen guten Mittelfeldplatz, stieg aber dann 1950 freiwillig in die Kreisklasse ab, da durch die Währungsreform die Fahrt zu den Auswärtsspielen zu teuer war. Im September 1948 veranstaltete die Fidelia ein Turnier mit acht Mannschaften, meldete 1949 eine Jugendmannschaft und führte 1950 das erste Jugendturnier in der Vereinsgeschichte durch.
Der Verein errichtete einen Bretterzaun zur Gaulsheimer Straße hin, um mehr Eintrittsgelder einzunehmen.
Der Vorstand beschloß 1949, im nächsten Jahr ein 40jähriges Stiftungsfest durchzuführen.
Anläßlich des 40jährigen Bestehens wurde am 25.06.1950 ein Sportfest veranstaltet, von dem der folgende Zeitungsausschnitt berichtet:

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1951 und 1952 wurde jeweils ein AH Turnier durchgeführt. Im Jahr 1951 zog die Tischtennisabteilung vom Vereinslokal “Zur Krone” zum Training und für die Spiele in die Winzerhalle um, ebenso durfte im Winter die Halle für das Training der Fußballmannschaft genutzt werden. An Weihnachten fand eine Feier für die aktiven und passiven Mitglieder statt, die in den nächsten Jahren zu einer ständigen Einrichtung wurde. Durch die Trennung vom Turnverein hatte der Verein viele Mitglieder eingebüßt. Diese Situation wurde erst durch verstärkte Werbung seitens des Vorstandes verbessert.
1953 veranstaltete der Verein im Gasthaus “Zur Krone” eine Karnevalveranstaltung. Die Veranstaltung war ein großer Erfolg und wurde von nun an jedes Jahr wiederholt.
Die 1. Mannschaft wurde Meister der C-Klasse und stieg in die B-Klasse auf. Außerdem beteiligte sich der Verein am Festzug zum 50-jährigen Bestehen des MGV Einigkeit. Elf Mannschaften umfaßte das AH Turnier in diesem Jahr. Große Sorge bereiteten dem Vorstand die Platzverhältnisse. Mit dem Geld, das durch die Reklamebemalung der Bretterwand eingenommen wurde, beschaffte der Vorstand Kies und verbesserte den Zustand des Fußballplatzes.
1954 besuchte der SV Puschendorf aus der Nähe von Nürnberg den Verein. Im Jahre 1955 stieg die 1. Mannschaft aus der B-Klasse ab. Die Tischtennisabteilung schwand immer mehr und wurde 1957 aufgelöst. 1956 konnte das AH Turnier nur noch mit drei Mannschaften durchgeführt werden und fiel 1957 wegen Mangel an Vereinen ganz aus. In der Saison 1955/56 errang die 1. Mannschaft die Meisterschaft in der C-Klasse und verlor das Pokalspiel in Gau-Algesheim gegen Appenheim mit 1:0. Der Wiederaufstieg wurde aber gebührend gefeiert. Zur selben Zeit konnte keine Jugendmannschaft gemeldet werden. In der Saison 1956/57 wurde die Fidelia Meister der B-Klasse durch ein Entscheidungsspiel gegen die punktgleichen Dromersheimer in Kempten mit 1:0. 600 Zuschauer sahen die Begegnung. Mit viel Mühe gelang es nun, eine neue A-Jugendmannschaft aufzustellen.
1958 wurde vom Vorstand geplant, das Sportgelände aufzukaufen. Mit der Unterstützung der Gemeindeverwaltung und auf Drängen des Vereins kaufte der Südwestdeutsche Fußballverband 1959 das Gelände und stellte es der Fidelia zur Verfügung.
Im Jahre 1959 konnte die 1. Mannschaft dem Abstieg aus der B-Klasse nur durch ein Entscheidungsspiel gegen Münster Sarmsheim, das mit 1:0 gewonnen wurde, entgehen. In diesem Jahr scheiterte auch ein letzter Versuch, die Tischtennisabteilung noch einmal ins Leben zu rufen.
Das Wirken des Vorstandes gegen Ende 1959 war ganz darauf ausgerichtet, im nächsten Jahr das 50-jährige Bestehen im festlichen und ansprechenden Rahmen zu begehen. Bereits Anfang des Jahres wurden Ausschüsse gebildet und die verschiedenen Aufgaben auf viele Schultern verteilt. Die Anfertigung einer Fahne wurde in Auftrag gegeben und die Mitwirkenden eingeladen. Am 16./17. Juli fand dann das Stiftungsfest statt. Eifrige Hände hatten das Sportqelände in einen guten Zstand gebbracht und die Steinhalle im Anwesen Jakob Feser in der Rheinstraße als Festraum hergerichtet. Nachfolgender Zeitungsbericht schildert den Festverlauf.

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Das Fest verlief zur vollsten Zufriedenheit aller Beteiligten. Nur der Abstieg der 1. Mannschaft in die C-Klasse trübte das Jahr in sportlicher Hinsicht.
Im April 1961 beschloß der Vorstand, mit Hilfe der Gemeinde und des Südwestdeutschen Fußballverbandes den Platz neu zu gestalten. Verhandlungen wurden mit beiden Seiten aufgenommen. Die 1. Mannschaft schaffte nur knapp den Wiederaufstieg nicht. Sie verfehlte das Ziel sowohl mit dem 2. Platz in der Verbandsrunde als auch im Pokalendspiel, da sie mit 1:2 gegen Schwabenheim unterlag. 1962 gelang dies durch einen 11:2 Erfolg im Pokalendspiel gegen Volxheim.
Das Hauptaugenmerk des Vorstandes richtete sich in diesem Jahr darauf, den Sportplatz umzugestalten, nachdem sich der Plan, ihn in die Nähe des Dorfes zu legen, zerschlagen hatte. Der SWFV kaufte auf Antrag hin das angrenzende Grundstück dazu, und mit Unterstützung des Pappelvereins konnte eine Pappelanlage gepflanzt werden. Das Spielfeld selbst wurde planiert, die teilweise Umfriedung mit Beton-Pfosten vorgenommen und die Außengrenze zu der Straße hin mit Maschendraht eingezäunt. Außerdem wurden Parkmöglichkeiten für Kfz geschaffen. Dies alles geschah in Eigenleistung und mit Hilfe amerikanischer Pioniere, die Planierfahrzeuge zur Verfügung stellten. Am 4. August wurde der neu hergerichtete Sportplatz mit einem Turnier für 1. und AH-Mannschaften eingeweiht. Zuvor, am 22.7.1962, war eine Jugendmannschaft aus Rapperswil/Schweiz in Ockenheim zu Gast.
Anfang 1963 dachte der Vorstand daran, am Sportgelände Räume zum Umkleiden zu schaffen und zwar durch den Bau eines kleinen Häuschens. In der Saison 62/63 belegte die 1. Mannschaft den 4. Tabellenplatz in der B-Klasse, und die 2. Mannschaft wurde Reserve-Meister. Im August fand ein AH-Turnier statt. Als zu Beginn des Jahres 1964 die Pläne zum Bau eines Hauses immer konkreter wurden, bot sich in Wiesbaden eine günstige Gelegenheit, ein fast neues Holzhaus zu kaufen, was auch geschah. Am 26.4.1964 tagte bereits zum ersten Male der Vorstand im neuen Sportheim. Der 1. Mannschaft gelang der Aufstieg in die A-Klasse durch die Meisterschaft der B-Klasse. Das AH-Turnier litt unter ungünstigen Witterungsverhältnissen. Trotz eines 7. Tabellenplatzes zur Halbzeit mußte die 1. Mannschaft absteigen. Am 31.7./1.8.1965 wurde ein Sommernachtsfest durchgeführt. 1966 beteiligte sich der Verein am Festzug zum 100-jährigen Jubiläum des MGV 1866. Die 1. Mannschaft belegte in der B-Klasse den 4. Tabellenplatz. Außerdem konnten in diesem Jahr 4 Jugendmannschaften gemeldet werden.
1967 war das herausragende Ereignis das Wohltätigkeitsfest zugunsten des Kindergartens mit Spielen aller Mannschaften und einer Ockenheimer Prominentenelf. Ein Erlös von ca. DM 1 300,- wurde erzielt. Mit einer Raupe der Firma Benz wurde der Sportplatz, dessen Zustand sich wieder verschlechtert hatte, von der Straßenseite her eingeebnet und mit Steinsand eine Decke aufgezogen. Das veranstaltete Sommernachtsfest blieb hinter den Erwartungen zurück. wurde unter Einsatz vieler freiwilliger Helfer eine teilweise Entwässerung der Spielfläche vorgenommen. Außerdem wurde eine Duschanlage am Sportheim angebaut. Das Sommernachtsfest war vom Wetter begünstigt und verlieferfolgreich, ebenso gut besucht waren die Wohltätigkeitsspiele zugunsten des Kindergartens.
1969 erreichte die 1. Mannschaft den 3. Tabellenplatz. Die Duschanlage wurde fertiggestellt, das Sommernachtsfest, bei dem erstmalig ein Zelt aufgebaut war, hatte guten Zuspruch. Der Vorstand bereitete das 60-jährige Jubiläumsfest für 1970 vor. In diesem Jahr gelang der 1. Mannschaft die Meisterschaft in der B-Klasse und somit der Aufstieg. Das Fest fand am 27.6./28.6.1970 statt. Das Turnier litt unter ungünstiger Witterung. Das Sommernachtsfest hatte trotz Regens starken Besuch zu verzeichnen.
Leider konnte 1971 die 1. Mannschaft den Klassenerhalt nicht schaffen und stieg in die B-Klasse ab. Dieses Ereignis stürzte den Verein in eine Krise. Viele Spieler verließen den Verein, und sämtliche Vorbereitungsspiele gingen verloren. Dazu löste das Sommernachtsfest kaum Interesse bei der Bevölkerung aus. Man wollte daher einen Zusammenschluß mit der Spvgg. Gau-Algesheim ins Auge fassen. Eine außerordentliche Generalversammlung entschied sich jedoch für die weitere Selbständigket des Vereins. In der Saison 71/72 ruhte der Spielbetrieb, da die Mannschaft abgemeldet war. Im Februar 72 wurde eine Spielersitzung einberufen und der Entschluß gefaßt, für die Saison 72/73 eine 1. Mannschaft in der C-Klasse anzumelden.
Mit überwiegend Spielern der 2. Mannschaft und Jugendlichen begann die schwere Saison. In diesem Jahr konnten auch wieder Jugendmannschaften gegründet werden. Die Duschanlage wurde wiederhergestellt, und mit finanzieller Hilfe der Gemeinde wurde in Eigenhilfe eine Toilettenanlage mit Unterkellerung gebaut. Die Gemeinde kaufte das Sportgelände vom Südwestdeutschen Fußballverband und war nunmehr Eigentümer.
Ende der Spielzeit 72/73 belegte die 1. Mannschaft den 6. Tabellenplatz. 73/74 wurde in der C-KI. Mainz-Bingen gespielt und brachte man es auf den 8. Platz. Die Saison 74/75 brachte aber den Aufschwung durch die Rückkehr einiger Spieler. In der C-Klasse Bingen-Alzey belegte die Mannschaft den 3. Platz, zwei Punkte hinter dem Meister Wendelsheim, stieg aber nicht auf, obwohl sie gegen Mannschaften aus dem Kreis Bingen ungeschlagen blieb.
1975 veranstaltete der Verein zum ersten Mal das Ortsturnier, das bis heute jedes Jahr stattgefunden hat. Mit Unterstützung des Vorstandes gelang es, die Vereine zu motivieren. Die Turniere liefen alle nach dem gleichen Programm ab: samstags Spiele der aktiven Mannschaften, sonntags Turnier mit musikalischen Einlagen der Kath. Kirchenmusik und Einlagespielen, bis 1978 Damenfußball, ab 1979 Spiel der Jüngsten.

Folgende Mannschaften nahmen teil:

  • SKC 1969 Bingen-Ockenheim 10x
  • Kath. Kirchenmusik 8x
  • Freiwillige Feuerwehr 10x
  • MGV Einigkeit 6x
  • Kath. Junge Gemeinde 10x
  • Turnverein 3x
  • MGV 1866 9x
  • Fidelia AH 1x

Diese Turniere fanden immer regen Anteil bei der Bevölkerung, und es gab sportliche und faire Spiele.
Die 1. Mannschaft verpaßte 1976 knapp den Aufstieg. In der Saison 1976/77 gelang ihr ungeschlagen die Meisterschaft in der C-Klasse und der ersehnte Wiederaufstieg in die B-Klasse Bingen, in der sie sich mit wechselndem Erfolg heute noch befindet.
Seit 1975 waren in jeder Spielzeit 4 Jugendmannschaften gemeldet, und diese gute Arbeit wurde 1984 mit dem Aufstieg der A-Jugend in die Bezirksklasse belohnt. Auf diesem Gebiet arbeitet seit 1981 der Verein mit dem TSV Dromersheim zusammen. Die AH-Mannschaft hat einen regelmäßigen Spielbetrieb seit 1975 und die 2. Mannschaft seit 1977 wieder.
Neben dem Ortsturnier veranstaltete die “Fidelia” mehrere Jugendturniere mit vielen auswärtigen Vereinen, diese Turniere erfreuen sich großer Beliebtheit, ebenso die Aktiven-Turniere. Regelmäßige Weihnachtsfeiern und Ausflüge ergänzten die Aktivitäten des Vorstandes neben der Sorge um die Instandhaltung des Spielfeldes. 1978 wurde die Platzbeleuchtung erweitert. 1983 gab der Gemeinderat grünes Licht für den Neubau des Sportplatzes, was von Vereinsseite aus sehr begrüßt wurde. Nach langer Überlegung kam man zu der Auffassung, daß unter Berücksichtigung einer zukunftsweisenden Planung das Sportgelände auf dem “Kissel” ausgewiesen werden soll. Die konkreten Pläne sind jetzt in ein entscheidendes Stadium getreten, und der Verein hofft auf eine möglichst baldige Realisierung des Projekts. Am Schluß dieser Chronik kann festgestellt werden: Seit 1910 gab es im Vereinsleben immer wieder Höhen und Tiefen, die dank des Einsatzes einzelner Mitglieder überwunden wurden. Daher schließt der Chronist mit dem Wunsch, den 1920 der damalige Schriftführer Rudolf Herz ins Protokollbuch geschrieben hat: “Der Verein möge in den kommenden Jahren weiter wachsen, blühen und gedeihen!”

Karl-Heinz Bungert

Frauenhandball Manschaft

Damen-Handballmannschaft

“Der Verein möge in den kommenden Jahren weiter wachsen, blühen und gedeihen”